Rückkehr in den Garten Eden

Om Swastiastu (balinesische Begrüßungsformel: Gott segne Dich)

Unsere Vorstellung vom Garten Eden hat viele Namen: zum Beispiel einfach Paradies, oder das Himmelreich Gottes oder der heilige Herzensraum. Viele Menschen suchen immer noch im Aussen ihr Glück und ihr persönliches Paradies – doch das Himmelreich ist inwendig in uns, wie Jesus (Christus) schon vor über 2000 Jahren predigte.

Der heilige Ort, den es wiederzufinden gilt, ist das Gewahrsein unserer echten Gefühle und unseres Herzens. Der Wissenschaft ist seit etwa 100 Jahren die Existenz einer sogenannten 5. Herzkammer bekannt, in der der Lebensfunke (die Seele) des Menschen sitzt. Der Mensch, der wieder seelengeführt und rückverbunden mit seiner Seele und seinem höheren Selbst leben möchte, braucht lediglich seine ganze Aufmerksamkeit wieder auf sein Herz, seine innere Stimme und sein Bauchgefühl zu lenken. Unser Verstand funktioniert dagegen vergleichsweise eher wie ein Computer, der andere Menschen und Situationen nach seiner Progammierung und seinen Erfahrungen analysiert und beurteilt. Es geht in diesen Zeiten der Transformation darum zu erkennen, daß wir nicht unsere Gedanken sind, sondern, dass Gedanken kommen und gehen, egal ob wir uns damit identifizieren oder nicht – doch was ewig ist und bleiben wird, ist das Gewahrsein der Seele oder des Beobachters all dessen, was geschieht, in uns.

„Der Garten ist kein physischer Ort,

sondern ein Ort in deinem Herzen und deinem Geist. Es ist ein Seinszustand.

Wenn du lernst, das, was in deinem Leben geschieht, sanft und voller Mitgefühl zu umarmen, wenn du lernst, die Unschuld der anderen wahrzunehmen und ihr Wohl so wichtig zu nehmen wie deines, wenn du lernst, zu akzeptieren, urteilslos zuzuhören und dich nicht ins Leben derer einzumischen, denen du begegnest, wirst du feststellen, dass du vor den Toren des Garten stehst.

Um wieder hineinzugelangen, musst du Selbstsucht, Habgier, Kampf, Scham, Neid und die Opferrolle zurücklassen. In deinem Geist muss die Herrschaft von Angst und Zorn enden. Sogar das Wissen, das du dir so mühevoll angeeignet hast, muss verfeinert und transformiert werden. Um in den Garten eintreten zu können, musst du lernen, auf eine neue Art zu >>wissen<<.

Dein Wissen soll nicht länger auf denken beruhen, sondern auf sein und vertrauen. Probleme verflüchtigen sich, wenn du voller Mitgefühl die Wahrheit sagst und zuhörst ohne zu urteilen. Deine Bedürfnisse werden durch deine Bereitschaft, flexibel und kooperativ zu sein, erfüllt. Denn im Garten gibt es genug. Es gibt keinen Grund, um Ressourcen zu kämpfen.

Diejenigen, die versuchen,, den Garten verfrüht zu betreten, haben noch nicht das Bewusstsein, das nötig ist, um die Erfahrung des Gartens aufrechtzuerhalten. Unversehens finden sie sich wieder vor den Toren des Gartens und fragen sich, wie sie ihren Lebensunterhalt verdienen sollen.

Im Garten stellt sich die Frage nach dem >>Verdienen des Lebensunterhalts<< gar nicht. Indem du so lebst, wie es dir entspricht, und du deinen Talenten voller Freude Ausdruck verleihst, erschaffst du die Ressourcen, die du für deinen Lebensunterhalt benötigst, ganz natürllich und spontan. Und so musst du auch nicht andere manipulieren oder um das beneiden, was sie haben.

Im Garten ist mit Bedingungen geknüpfte Liebe nicht möglich. Weil Liebe und Mitgefühl die entscheidenden Merkmale der Daseinserfahrung im Garten sind, kann niemand davon ausgeschlossen werden. Jeder im Garten liebt und achtet alle anderen darin. Jeder will nur das Beste für alle. Im Garten sind Sorgen oder Ängste nahezu unbekannt. Wenn Angst aufkommt, wird sie mit so viel Mitgefühl angenommen, dass sie sich schnell wieder auflöst.

Die Welt des Leidens existiert nur jenseits der Tore des Gartens. Ob du innerhalb oder ausserhalb der Tore des Gartens lebst, hängt davon ab, in welcher Beziehung du zu dir selbst und deinem Nächsten stehst. Akzeptierst du deine Fehler und lernst aus ihnen? Vergibst du anderen, wenn sie an dir schuldig geworden sind? Betrachtest du sie als ebenbürtig? Willst du segnen oder verdammen? Siehst du andere als schuldlos oder als schuldig an?

Bis du dich im Bewusstsein der bedingungslosen Liebe verankert und die Tore fest hinter dir geschlossen hast, kann es sein, dass du dich zwischen Himmel und Hölle hin und her bewegst – zwischen der Welt des Leidens und der Welt der Gnade. Wenn du in der einen Welt bist, dann erscheint dir nur diese real und die andere wie eine Illusion.

Aber in Wahrheit sind beide Welten real, und beide sind in euch. Der Garten ist kein physischer Ort, sondern ein Ort in deinem Herzen und deinem Geist. Er ist ein Seinszustand. Wenn ihr wisst, dass sich das ganze Drama in eurem Bewusstsein abspielt, müßt ihr nicht länger außerhalb eurer selbst nach Antworten suchen. Dort ist Frieden. Und dort ist Krieg. Dort begegnen sich die Flammen der Morgendämmerung und die Flammen der Abenddämmerung. Dort enthüllt sich fortwährend das Bewusstsein und zeigt euch seine überwältigende Schönheit.

(Auszug aus dem Buch „Die Jesus-Botschaften – Das Neue Testament für unsere Zeit“ von Paul Ferrini Seite 402 ff.)

An diesem heiligen Ort in unserem Herzen können wir die allumfassende Liebe Gottes / der Schöpfung, die wir selbst sind, aus der wir kommen und in die wir beim hinübertreten nach unserem Tod wieder gehen dürfen – erleben und erfahren. Dort finden wir alle Antworten auf unsere drängenden Fragen. Wenn wir wieder der Stimme unseres Herzens folgen, können wir  das Paradies wieder in uns erleben und erfahren. Wir müssen einfach wieder dort hingehen und auch bei Mißerfolgen aufstehen, unser „Krönchen“ zurechtrücken und immer wieder hingehen!

Selbstliebe ist die Voraussetzung für Nächstenliebe und daher ist es so bedeutsam mit sich selbst und mit seiner Umwelt im Reinen zu sein, wenn wir das Paradies in uns finden wollen. Alles was uns im Aussen begegnet, ist ein Spiegelbild unserer Seele und auftretende Konfliktsituationen zeigen uns unsere eigenen Defizite und Entwicklungspotentiale auf. Fragen wir uns in solchen Situationen: Wenn ich Schöpfer meiner Welt bin, was will meine Seele lernen? Was sind die Chancen dieser Situation? Was will mir das sagen? Wass soll ich begreifen oder erkennen? Wenn wir solche Situationen in Liebe annehmen können, der Schöpfung für solche Erfahrungen danken können und dabei uns selbst vergeben und anderen verzeihen lernen, dann erst geben wir diesen Situationen die Möglichkeit zu Wandel und Transformation. Es liegt also immer an unserem Umgang mit Konflikten, der darüber entscheidet, ob wir gelassen in uns selbst ruhen und somit im Herzen präsent bleiben – oder, ob wir uns in die Dramen der Menschen ausserhalb des Gartens verwickeln lassen.

Om Santi, Santi, Santi (balinesisch: Möge überall Friede sein)
Der Autor Markus Schmidt ist energetischer Berater und bietet Deeksha-Energieübertragungen und Ho‘ oponopono-Cleanings (Hawaianische Vergebungsrituale) in Würselen bei Aachen an. Weitere Informationen finden Sie unter: www.energetik-vitalis.de.

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